Theologisieren (mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen)

bezeichnet einen religionspädagogischen Ansatz, bei dem theologische Vorstellungen von Teilnehmenden mit Äußerungen der (christlichen) Religion in Kommunikation treten. Bildlich gesprochen bieten wir eine ausgestreckte Hand an. Die Teilnehmenden entscheiden sich intuitiv für einen Finger, an dem sie „andocken“ können. Hier berührt sie ein Aspekt aus der Tradition. Das kann mit positiven und mit negativen Gefühlen verbunden sein – je nach den persönlichen Erfahrungen der Einzelnen mit einer bestimmten Aussage oder Darstellung, einem bestimmten Ritual oder Ort. Das Ziel des Theologisierens besteht in der Klärung und Erweiterung der eigenen theologischen Vorstellungen („Konstruktionen“).
Dieser Ansatz setzt bei den Teilnehmenden die Bereitschaft voraus, auch diejenigen Glaubensäußerungen zu tolerieren, die den eigenen widersprechen. Dies gilt auch für die Leitenden. Bei ihnen kommt neben dieser Haltung auch die Fähigkeit dazu, fruchtbare Dialoge zu fördern und geeignete, weiterführende Fragen zu stellen.
Ausführlicher dargestellt wird diese Art der Didaktik unter „Grundlagen“. Dazu finden Sie in weiteren Unterseiten Anregungen für geeignete Methoden sowie Impulse für das Theologisieren mit Jugendlichen und Erwachsenen.